Hier finden Sie Informationen zu den Vortragenden sowie detaillierte Beschreibungen der einzelnen Vorträge und Poster. 

Götz Schwab 

ist Professor für Englische Sprachwissenschaft und Fremdsprachendidaktik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. 

Janina Ehmke 

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Vechta im Bereich Englischdidaktik. 

Janina Ehmke  

Sprechen im inklusivem Englischunterricht der Grundschule - Empirirsche Evaluation einer Projektschule 


   

Dieser Beitrag stellt das Design einer Promotionsstudie vor, die eine innovative inklusive Lernumgebung im Englischunterricht der Grundschule einer Projektschule in Niedersachsen untersucht. Die Studie zielt darauf ab, einen Beitrag zur Erforschung der Kompetenzentwicklung von Englischlernenden in inklusiven Lernumgebungen zu leisten.

Infolge der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (2006) ist mit der Ratifizierung des Artikels 24 in Deutschland im Jahre 2009 die ‚Schule für alle‘ in Kraft getreten und damit das Erlernen von Fremdsprachen als bildungspolitisches Recht für alle Schüler*innen legitimiert (Chilla & Vogt 2017). Dass Englischlehrkräfte den individuellen Bedürfnissen jedes Schülers gerecht werden sollen, ist kein neuer Ansatz (Küchler & Roters 2014). Die Realität des Schulalltags zeigt indes, dass „Selektion und Inklusion gerade im Englischunterricht in einem Spannungsverhältnis [stehen]“ (Diehr 2017). Auch die Diskussion um eine ‚inklusive Englischdidaktik‘ gilt in Theorie und Praxis als besonders stark vernachlässigt (Springob 2015) sowie die Forschungslage zeigt, dass insbesondere der inklusive Englischunterricht der datengestützten Argumentation bedarf (Burwitz-Melzer 2017).

Die im Rahmen dieses Beitrags dargestellte Arbeit macht es sich zur Aufgabe, einen Beitrag zu dieser Forschungslücke zu leisten. Im Vordergrund steht die Frage, wo die Lernenden mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf (SFB) einer innovativen inklusiven Lernumgebung gegenüber Lernenden mit SFB einer Förderschulklasse der gleichen Schule im Englischunterricht im Hinblick auf ihre Sprachproduktion in der Fremdsprache Englisch am Ende von Klasse 4 stehen. Gleichzeitig soll anhand der lernersprachlichen Äußerungen untersucht werden, welcher kommunikativen Strategien sich die Lernenden bedienen, um Defizite im sprachlichen System zu kompensieren und so die Interaktionssituation zu meistern (Méron-Minuth 2009). Mittels der Beobachtung der allgemeinen kommunikativen Orientierung und der Analyse verbaler Interaktionsstrukturen im Englischunterricht beider Lerngruppen, soll zudem untersucht werden, welche unterrichtlichen Einflussfaktoren sich potenziell auf die Sprachproduktion der Lernenden auswirken können. So herrscht im Forschungsdiskurs Konsens darüber, dass die Quantität und Qualität der Unterrichtsinteraktion die fremdsprachliche Leistungsentwicklung von Schüler*innen beeinflussen kann (Ellis 1999, Doughty & Long 2003, Lightbown & Spada 2013).

 

Literatur 

Burwitz-Melzer, Eva; Königs, Frank G.; Riemer, Claudia & Schmelter, Lars (Hrsg.) (2017): Inklusion, Diversität und das Lehren und Lernen fremder Sprachen: Arbeitspapiere der 37. Frühjahrskonferenz zur Erforschung des Fremdsprachenunterrichts. Tübingen: Narr Francke Attempto.

Chilla, Solveig & Vogt, Karin (2017): Englischunterricht mit heterogenen Lerngruppen: eine interdisziplinäre Perspektive.

In: Chilla, Solveig & Vogt, Karin (Hrsg.): Heterogenität und Diversität im Englischunterricht: Fachdidaktische Perspektiven. Frankfurt a.M.: Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften, 55–81.

Diehr, Bärbel (2017): Die Bedeutung der Fachlichkeit im Inklusionsdiskurs. In: Burwitz-Melzer, Eva; Königs, Frank G.; Riemer, Claudia & Schmelter, Lars (Hrsg.), 54–66.

Doughty, Catherine & Long, Michael (Hrsg.) (2003). The Handbook of Second Language Acquisition. Malden/ Massachusetts: Blackwell.

Ellis, Rod (1999). Learning a Second Language through Interaction. Amsterdam: John Benjamins.

Küchler, Uwe & Roters, Bianca (2014): Embracing Everyone: Inklusiver Fremdsprachenunterricht. In: Amrhein, Bettina & Dziak-Mahler, Myrle (Hrsg.): Fachdidaktik inklusiv: Auf der Suche nach didaktischen Leitlinien für den Umgang mit Vielfalt in der Schule (1. Aufl.). Münster: Waxmann Verlag GmbH, 233–248.

Lightbown, Patsy M. & Spada, Nina (2013). How Languages are Learned. 4th Edition. Oxford: Oxford University Press.

Méron-Minuth, Sylvie (2009): Kommunikationsstrategien von Grundschülern im Französischunterricht. Eine Untersuchung zu den ersten vier Lernjahren. Giessener Beiträge zur Fremdsprachendidaktik. Tübingen: Narr.

Springob, Jan (2015): Die ersten Schritte sind gemacht: Inklusiver Englischunterricht an einem Gymnasium- Herausforderungen und Chance. In: Bongartz, Christiane M. & Rohde, Andreas (Hrsg.): Inklusion im Englischunterricht, Frankfurt am Main: Peter Lang GmbH Internationaler Verlag der Wissenschaften, 39–55.

Katharina Delius 

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Englische Philologie der Georg-August-Universität Göttingen. 

Christian Kramer 

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. 

Christian Kramer  

From English Language Teaching to Teaching (Trans)Languaging English - Taking a plurilingual Perspective on EFL Classroom Interaction 


  

Plurilinguale Kompetenz, verstanden als “the ability to use a plural repertoire of linguistic and cultural resources to meet communication needs or interact with people from other backgrounds and contexts” (Europarat, 2016a: 20), ebenso wie das Nutzen von (Lern-)strategien, die sprachübergreifend Ressourcen nutzbar machen, sind notwendig für LernerInnen “if they are to participate effectively in a culture of democracy” (Europarat, 2016b: 9). Eine aktive Förderung dieser Kompetenzen und Fertigkeiten erfordert es seitens der Lehrenden und Bildungsinstitutionen sich dem Paradigmenwechsel der Mehrsprachigkeitsdidaktik im Sinne des Translanguaging (vgl. Garcia, 2009: 42-71) bzw. einer integrativen Didaktik zu öffnen. Insbesondere den Einzelsprachendidaktiken wird dabei eine tragende Rolle und entsprechende Verantwortung zugesprochen (vgl. Martinez, 2015: 15f.). Während auf supranationaler, europäischer Ebene bspw. durch den RePA (2009) ein Referenzrahmen für plurale Kompetenzen zur Verfügung steht, der diesen Paradigmenwechsel aufgreift und Kompetenzen und Ressourcen beschreibt, weisen auf nationaler/regionaler Ebene Lehrwerke und anderen Medien, welche für angehende und aktive LehrerInnen einen direkten Orientierungsrahmen bei der Planung und Durchführung von Unterricht bilden, bisweilen oft noch eine implizit monolingual ausgerichtete Auffassung von Sprache und Sprachenlernen auf (vgl. hierzu Marx, 2014: 16ff). Dies erschwert eine Umsetzung von (Fremdsprachen)Unterricht im Sinne eines Gesamtspachencurriculums (Hufeisen, 2011a: 265f) und kann wiederum zu einer Praxis führen, in der nichtzielsprachliches Wissen der LernerInnen lediglich als ‚Last Resort‘ genutzt wird. LernerInnen haben dadurch aber keine Möglichkeit ihr plurilinguales Repertoire konstruktiv, bspw. als Lernstrategie, aufzubauen, zu nutzen oder entsprechende Fertigkeiten zu entwickeln. Ziel dieser Studie ist es daher, die plurilingualen Lernstrategien von EFS LernerInnen im Rahmen eines Sprachwissen vernetzenden Aufgabenformats zu erfassen, um dadurch ein mögliches Anwendungspotential im Englischen Fremdsprachenunterricht zu erschließen. Konkret wird bei diesem Poster der Schwerpunkt auf methodologische Aspekte der Studie gelegt. Präsentiert und diskutiert werden dabei das Task Design, sowie ein tentatives Modell zur Beschreibung von plurilingualen Lernstrategien anhand exemplarischer Ergebnisse.


Referenzen

Candelier, Michel (Koord.) (2009), Ein Referenzrahmen für Plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen.  Kompetenzen und Ressourcen. Straßburg: Europarat

Europarat (2016a), Guide for the Development and Implementation of Curricula for Plurilingual and  Intercultural Education. Straßburg: Europarat.

Europarat (2016b), Competences for Democratic Culture: Living together as equals in culturally diverse  democratic societies. Straßburg: Europarat.

Garcia, Ofelia (2009), Bilingual Education in the 21st Century: A Global Perspective. Oxford: Wiley- Blackwell.

Hufeisen, Britta (2011a), „Gesamtsprachencurriculum: Weitere Überlegungen zu einem  prototypischen Modell“, in: Baur, Ruprecht S. und Britta Hufeisen (Hrsg.), ‚Vieles ist sehr  ähnlich‘ – Individuelle und gesellschaftliche Mehrsprachigkeit als Bildungsaufgabe,  Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 265-282.

Hufeisen, Britta (2011b), „Wie sich mehrsprachigkeitsdidaktische Ideen in Lehrmaterialien umetzen  lassen – Vorstellung einiger konkreter Beispiele“, Fremdsprachen Lehren und Lernen 40 (2),  106-119.

Jakisch, Jenny (2015), „Mehrsprachigkeitsförderung über die 1. Fremdsprache: Der Beitrag des Faches  Englisch“, Fremdsprachen Lehren und Lernen 44 (2), 20-33.

Königs, Frank G. (2015), „Keine Angst vor der Muttersprache – vor den (anderen) Sprachen aber auch  nicht! Überlegungen zum Verhältnis von Einsprachigkeit und Zweisprachigkeit im  Fremdsprachenunterricht“, Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht 20 (2), 5- 14.

Marx, Nicole (2014), „Häppchen oder Hauptgericht? Zeichen der Stagnation in der deutschen  Mehrsprachigkeitsdidaktik“, Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht 19 (1), 8- 24.

Martinez, Helene (2015), „Mehrsprachigkeitsdidaktik: Aufgaben, Potenziale und Herausforderungen“,  Fremdsprachen Lehren und Lernen 44 (2), 7-19.

Torben Schmidt 

ist Professor für die Didaktik des Englischen an der Leuphana Universität Lüneburg.

Carolyn Blume 

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Leuphana Universität Lüneburg. Sie arbeitet am Institute of English Studies im Bereich der Didaktik.

Torben Schmidt & Carolyn Blume 

All Kinds of Special: Using Multi-Perspective Videos to Prepare Pre-Service Teachers for Inclusive English Instruction 

  

While videography has been effectively utilized in teacher education as a tool for enhancing teachers’ knowledge-based reasoning as one aspect of professional vision (Sherin & van Es, 2009), its use and analysis in preparing future educators has developed unevenly across subject areas and settings (cf. Blomberg, Stürmer, & Seidel, 2011; Roose, Goossens, Vanderlinde, Vantieghem, & van Avermaet, 2018). In order to capitalize on the potential of videography to improve teacher education, existing approaches need to more thoroughly account for subject-specific and setting-specific phenomena if they are to substantially contribute to the development of knowledge-based reasoning. In German schools, in which both English as a Foreign Language (EFL) and inclusive approaches towards diverse populations are increasingly features of a globally-connected and heterogeneous society, a unique videographic approach within a blended-learning EFL seminar was implemented to convey approximations of EFL practice (cf. Grossman, Hammerness, & McDonald, 2009) that reflect the complexity of foreign language instruction in authentic, diverse school environments. In addition to empirical findings that suggest the seminar’s overall positive effects on pre-service teachers’ reflective competence vis-à-vis inclusion (cf. Roters & Eßer, 2016), initial results indicate that the multi-perspective videos contribute to the development of subject-specific knowledge-based reasoning in inclusive settings. This presentation will describe the principles of the seminar, provide illustrative examples of the pedagogy, and summarize relevant aspects of the accompanying mixed-methods research study. The focus will be on the video-based elements as both as pedagogic tool and research instrument, concentrating on an examination of the influence of the multi-perspectivity (cf. Paulicke, Ehmke, & Schmidt, 2015) on the knowledge-based reasoning of the pre-service teachers. 


References

Blomberg, G., Stürmer, K., & Seidel, T. (2011). How pre-service teachers observe teaching on video: Effects of viewers’ teaching subjects and the subject of video. Teaching and Teacher Education, 27, 1131–1140.

Grossman, P., Hammerness, K., & McDonald, M. (2009). Redefining teaching, re-imagining teacher education. Teachers and Teaching, 15(2), 273–289. https://doi.org/10.1080/13540600902875340 

Paulicke, P., Ehmke, T., & Schmidt, T. (2015). „Hier werden Parallelwelten im Unterricht sichtbar“: Multiperspektivische Unterrichtsvideos in der universitären LehrerInnenausbildung. SE­MI­NAR. (3), 15–27.

Roose, I., Goossens, M., Vanderlinde, R., Vantieghem, W., & van Avermaet, P. (2018). Measuring professional vision of inclusive classrooms in secondary education through video-based comparative judgement: An expert study. Studies in Educational Evaluation, 56, 71–84. https://doi.org/10.1016/j.stueduc.2017.11.007 

Roters, B., & Eßer, S. (2016). Entwicklung von Lehrerprofessionalität unter inklusiver Perspektive – Impulse für eine reflexive Praxis. In D. Gebele & A. L. Zepter (Eds.), Köbes - Kölner Beiträge zur Sprachdidaktik - Reihe A: Vol. 11. Inklusion: Sprachdidaktische Perspektiven: Theorie - Empirie - Praxis (1st ed.). Duisburg: Gilles & Francke.

Sherin, M. G., & van Es, E. A. (2009). Effects of video club participation on teachers’ professional vision. Journal of Teacher Education, 60(1), 20–37. https://doi.org/10.1177/0022487108328155 


Gabriele Blell 

ist Professorin für die Didaktik des Englischen an der Leibniz Universität Hannover.

Friederike von Bremen 

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Englischen Seminars der Leibniz Universität Hannover.

Gabriele Blell & Friederike von Bremen 

Virtuelle Unterrichtshospitation zur Entwicklung reflektierter Handlungsfähigkeit in der Lehramtsausbildung Englisch 

  

Das von der Englischdidaktik an der LUH entwickelte Modell zur Entwicklung reflektierter Professionskompetenz angehender EnglischlehrerInnen beruht auf der Annahme, dass Lehrpersonen durch die Reflexion von eigenem oder fremden Unterricht für das eigene Planen und Handeln professionelle Kompetenz entwickeln. Die von Wallace (1991) fokussierte Reflexion des eigenen Unterrichts wird in den Lernmodulen durch die Beobachtung und Reflexion von videografiertem Unterricht ergänzt bzw. ersetzt. Das damit initiierte Modell einer, meist auch mehrschleifigen, reflektierten ‚Zusammenführung’ von Praxis (z.B. die Umsetzung didaktischer Konzepte im beobachteten Unterricht oder eigenen Unterrichtsplanungen) und deren theorie- und erfahrungsgeleiteter Reflexion ist dabei auf eine kontinuierliche Förderung und Weiterentwicklung angelegt. 


Im Beitrag sollen zum einen die nach diesem Verfahren entwickelten und gestalteten Lernmodule kurz vorgestellt werden, die durchgängig in enger Zusammenarbeit mit praktizierenden EnglischlehrerInnen entstanden sind. Ausgehend davon, dass Lernzuwachs sowohl intentional als auch inzidentell bzw. implizit erfolgt (Tripp 2012), soll zweitens eine Pilotuntersuchung vorerst dazu dienen, mithilfe eines von Coyle (2007) entwickelten  Verfahrens, sog. Lernmomente (learning moments), auch i.S. kritischer Ereignisse (critical incidents) sowohl durch die/den Lehrende/n als auch die Lernenden bei der Arbeit mit videografiertem Unterricht zu erheben. Damit soll u.a. geprüft werden, ob diese Beobachtungs- und Reflektionstechnik dazu dienen kann,  sowohl positive als auch negative Faktoren für effektive bzw. ineffektive Lernprozesse zu erheben. Gekoppelt an ein Blended-Learning Seminar im Sommersemester 2018 für Masterstudierende sollen am Beispiel eines Lernmoduls zur Grammatik erste Ergebnisse vorgestellt und diskutiert werden. 


Literatur

Coyle, Doreen (2007). The Research Base for CLIL in Europe. In: International Journal of Bilingual Education and Bilingualism. 

Tripp, David (2012). Critical Incidents in Teaching: Developing Professional Judgement. London et.al.: Routledge Falmer. 

Wallace, Michael (1991). Training Foreign Language Teachers. A Reflective Approach. Cambridge et.al.: CUP. 

 

Holger Limberg 

ist Juniorprofessor für Didaktik der englischen Sprache an der Europa-Universität Flensburg. 

Holger Limberg 

Classroom Interactional Competence of Primary EFL Teachers

The talk discusses how primary EFL teachers use interaction in the classroom as a tool for mediating and assisting foreign language learning. To this end, Walsh’s (2006) construct of “Classroom Interactional Competence” is applied to a corpus of authentic EFL lessons from primary school classrooms in Germany to find out how teachers interact with their learners, how they scaffold learners’ turns-at-talk and how they repair non-target-like or deviant contributions. The main (language) goal of English teaching at primary level is to develop learners’ listening and speaking skills, and teachers have a pivotal role in modeling language use, developing understanding and creating a learning atmosphere that caters to young learners’ development and interests. Examples from the Primary English Classroom Corpus (Limberg 2016) are used to display primary teachers’ interactional behavior in their daily work in classrooms. Insights into authentic classroom interactions help to build a stronger knowledge base of how teachers can use their interactional competence to promote foreign language development in primary school classrooms.



References

Limberg, H. (2016). Das Primary English Classroom Corpus (PECC): Englischunterricht in der Grundschule dokumentieren, analysieren und verstehen lernen. In: Limberg, H. & Jäkel, O. (Hrsg.), Unterrichtsforschung im Fach Englisch: Empirische Erkenntnisse und praxisorientierte Anwendung. Frankfurt a.M.: Peter Lang, 63-96.

Walsh, S. (2006). Investigating classroom discourse. London: Routledge.

Friedrich Lenz 

ist Professor für Englische Sprache und ihre Didaktik an der Universität Hildesheim. 


Maximiliane Frobenius 

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Insitut für Englische Sprache und Literatur der Universtiät Hildesheim. 

Revert Klattenberg 

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Englische Sprache und Literatur der Universität Hildesheim. 

  

Maximiliane Frobenius, Revert Klattenberg und Friedrich Lenz 

Ehms and Uhms in the Classroom: Not Just a Sign of Disfluency

This paper adopts a conversation analytic perspective on the use of disfluencies in spoken interaction in the classroom. Traditionally, research on learner language has treated fluency as one of three dimensions by which performance can be assessed (the other two being accuracy and complexity). The concept of fluency has been primarily operationalized through quantitative research approaches based on clinically or experimentally elicited data (Ellis and Barkhuizen 2005). This line of research results in numerical assessments that leave little room for the contextual differentiation of (dis)fluency phenomena.

Kasper (2006) and Liyanage and Gardner (2013) call for an approach to (dis)fluency that allows for the possibility that hesitation phenomena might be “interactionally occasioned” (Kasper 2006: 88). The present research, therefore, aims at identifying some of their contextual functions in both learner and teacher language. It draws on two data sets collected from (1) secondary school English language classrooms and (2) a university English language classroom – both in Niedersachsen, Germany. The research investigates the situational exigencies and the participants’ language use in these settings by applying a multimodally oriented, sequential analysis. 

It is shown that hesitation phenomena are highly functional elements of talk-in-interaction. These findings might help to better understand language use in foreign language classrooms.

 

References 

Ellis, R. & Barkhuizen, G. (2005). Analysing Learner Language. Oxford: Oxford University Press.

Gabriele Kasper, (2006), Beyond Repair: Conversation Analysis as an Approach to SLA. Themes in SLA Research 19 (1), 83–99.

Liyanage, I. & Gardner, R. (2013). Assessing fluency: Are the criteria fair? Classroom Discourse, 1–16.

Carmen Becker

ist Professorin für die Didaktik der englischen Sprache an der Technischen Universität Braunschweig. 

Vera Busse 

ist Vertreterin der Professur "Didaktik der englischen Sprache und Literatur" an der Universität Vechta. 

Petra B. Schubert 

ist Lehrkraft für besondere Aufgaben im Fach Anglistik der Universtiät Vechta.

Vera Busse & Petra B. Schubert 

Promoting Writing Skills in Adolescent EFL Learners: A Comparison of Different Feedback Methods 

Adequate writing skills in German and English are an important  aspect of academic success and have become a basic requirement for most  professions in Germany. Yet, a large scale study on German students’  writing skills revealed that many adolescents have severe difficulties  writing even at a basic level not only in their FL English (Harsch,  Schröder & Neumann, 2008) but also in German, with L2 learners being  particularly at risk (Neumann & Lehmann, 2008). Feedback is an  effective tool for supporting writing development (e.g., Biber,  Nekrasova & Horn, 2011), but relatively little is known to what  extent school students can benefit from time-efficient forms of feedback  such as providing text models combined with standardised suggestions  for text improvement. Our research programme seeks to support writing  skills in adolescent students of German (L1 and L2) and English (FL).  The paper gives an overview of our writing intervention and the feedback  material developed for 9th grade students, and presents  results from the pilot study with a pre- and post-test. The study  involved FL learners of English [N=90] who received three 90-minute  sessions where they engaged with a learning unit and feedback aimed at  improving coherence and cohesion in texts. They wrote two articles which  they revised based on the learning unit and two different types of  feedback which were randomly allocated (individualised feedback/  standardised feedback with examples of  text models). Students in the  control group participated in the writing intervention but edited their  articles without feedback. The data is currently being analysed.  Pedagogical implications will be discussed. 

Joanna Pfingsthorn 

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. 

Ilka Flöck 

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. 

Joanna Pfingsthorn & Ilka Flöck 

Please Don't Staple my Finger: A Task-Based Approach to Requests in Spoken EFL Interactions

  

The role of authenticity in the EFL classroom has been addressed extensively in EFL research over the last three decades (Breen, 1985; Nunan, 1989; Taylor, 1994; Tomlinson, 2003). As a factor, authenticity has been understood to encompass not only input that students receive but also output that they produce (Breen, 1985). Yet, didactic means that effectively and consistently evoke authentic language use with intrinsic communicative intent tend to be difficult to find (cf. Widdowson, 1990; Ellis, 1993) and the selected ones that do provide a promising means of triggering authenticity in the classroom may not be able to automatically capture all aspects of language use. In fact, certain pragmatic phenomena such as selected speech acts, which tend occur with lower frequencies in authentic language, may also be underrepresented in the language classroom. This poses a problem not only for language teaching but also for EFL research: obtaining samples of authentic language use from learners in EFL contexts for research purposes is as challenging as triggering authentic language use in the EFL classroom. It is mainly for this reason that interlanguage pragmatics research has relied heavily on elicited language data collected through Discourse Completion Tasks (DCTs). However, some studies suggest a discrepancy between surface realisations observed in naturally occurring data and experimental data like DCTs (cf. e.g. Beebe & Cummings, 1996; Golato, 2003; Flöck & Geluykens 2015). Following Ellis (1994) we suggest that pedagogical tasks set the stage for authentic language use as informants use language guided by their own intrinsic communicative intents in order to achieve a certain task-related outcome.

It is the aim of the present study to compare the influence of two methods of data collection, DCTs and task-based elicited conversations, on the realisation of the head act strategies in requests produced by advanced learners of English. Overall, our results show a significant difference in the distributions of request head act strategies across the two methodological conditions. The conversational head acts are substantially more direct than the requests elicited by DCTs. The patterns observed in learner data strongly resemble the ones found in native speaker requests in the same methodological scenarios. This implies that despite earlier claims, advanced learners can display target-like language use. The resemblances furthermore indicate that semi-naturalistic methods of data collection are a more valid means to obtain learner data that is more representative of naturally occurring conversations.


References

Beebe, L. M. & Cummings, M. C. (1996). Natural speech act data versus written questionnaire data: How data collection method affects speech act performance. In: Gass, S. M. & Neu, J. (eds.): Speech Acts Across Cultures: Challenges to Communication in a Second Language. Berlin/ New York: Mouton de Gruyter, 65-86.

Breen, M. P. (1985). Authenticity in the language classroom. Applied Linguistics 6, 60-70.

Ellis, R. (1993). Interpretation-based grammar teaching. System 21, 69-78.

Flöck, I. & Geluykens, R. (to appear). Speech acts in corpus pragmatics: A quantitative contrastive study of directives in spontaneous and elicited discourse. In Romero-Trillo, J. (ed.): Yearbook of Corpus Linguistics and Pragmatics 2015. Current Approaches to Discourse and Translation Studies. Dordrecht etc.: Springer.

Golato, A. (2003). Studying compliment responses: A comparison of DCTs and recordings of naturally occurring talk. Applied Linguistics 24, 90-121.

Nunan, D. (1989). Designing tasks for the communicative classroom. Cambridge: Cambridge University Press.

Taylor (1994). Inauthentic authenticity or authentic inauthenticity? TESL-EJ, 1 (2) A-1. 

Tomlinson, B. (2003). Developing Materials for Language Teaching. London: Continuum.

Widdowson, H. G. (1990). Aspects of language teaching. Oxford: Oxford University Press. 


Kristin Kersten 

ist Professor für Didaktik des Englischen und Spracherweb an der Universität Hildesheim. 

Ann-Christin Bruhn 

ist wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für englische Sprache und Literatur der Universität Hildesheim.

Kristin Kersten & Ann-Christin Bruhn 

Comprehensible Input and Interaction in the Primary Classroom: Operationalizing Foreign Language Teaching Strategies as Predictors for SLA


The role of teacher input and interaction in SLA has been the object of increasingly rigorous investigation in the field of instructed second language acquisition over the past two decades (Ellis & Shintani 2014). Within an interactionist framework, concepts such as comprehensible input combined with a focus on negotiation of meaning and corrective feedback in the interaction with an L2 learner, as well as the support of output, are seen as necessary conditions to support SLA. Research into very young learners has found significant positive effects of input quality on lexical and grammatical L2 comprehension (e.g. Weitz et al. 2010). Elaborating on these findings, the study presented here seeks to investigate the effect of L2 teacher input characteristics on the acquisition of L2 English in primary school. 


To operationalize techniques relating to comprehensible input, interaction, and the fostering of output in the teachers’ L2 talk, a rating scheme was constructed (TIOS – Teacher Input Observation Scheme), and was subsequently tested for interrater-reliability with three raters, as well as for internal consistency. The rating scheme contains items concerning characteristics of verbal and non-verbal input, the support of student output, corrective feedback techniques, and task characteristics.


In a second step, eight videotaped lessons in 3rd grade classes of four teachers in different EFL programs, i.e. two regular EFL teachers and two immersion teachers, were rated using the TIOS. The pupils of these teachers (N=72; regular EFL: n=36, immersion: n=36) were tested with the help of the BPVS III (Dunn et al. 2009) and the ELIAS Grammar Test II (Kersten et al. 2010) for lexical and grammatical L2 comprehension. 


Statistical data analyses are currently being carried out using correlation and regression analyses to investigate possible differences between regular EFL and immersion teachers’ input techniques, and to find out which techniques specifically predict the students’ lexical and grammatical L2 comprehension. Results will be discussed with reference to findings within the cognitive-interactionist framework.


References 


Dunn, L.M., Dunn, D.M., Sewell, J., Styles, B., Brzyska, B., Shamsan Y., Burge, B. (2009). The British Picture Vocabulary Scale, BPVS: 3rd Edition. London: GL Assessment.

Ellis, R., Shintani, N. (2014). Exploring Language Pedagogy through Second Language Acquisition Research. London: Routledge.

Kersten, K., Rohde, A., Schelletter, C., Steinlen, A.K. (eds., 2010). Bilingual Preschools. Vol. I: Learning and Development. Trier: WVT.

Weitz, M., Pahl, S., Flyman Mattson, A., Buyl, A., Kalbe, E. (2010). "The Input Quality Observation Scheme (IQOS): The nature of L2 input and its influence on L2 development in bilingual preschools. In K. Kersten et al. (2010), 5-44.